Wissensgenerierung als Spin-off moderner Wissenswirtschaft

Modernes Wissensmanagement ist heutzutage sehr vielfältig und die Verantwortlichen sind durchaus proaktiv. Doch die nächste Stufe der modernen Wissenswirtschaft in den Unternehmen muss gekennzeichnet sein durch die Wissensgenerierung. Dabei geht also nicht allein um die den die Identifizierung von Wissen, den Wissenstransfer oder die Wissenslogistik, vielmehr über die Vernetzung von Wissen hinaus eben durch diesen Prozess neues Wissen entstehen.

Es muss allerdings klar sein, dass der Prozess der Wissensvernetzung nicht zwangläufig neues Wissen befördert. Gleichfalls muss bei der Wissensgenerierung deutlich differenziert werden zwischen dem Zuwachs an Wissen beim Einzelnen und der Entstehung neuen Wissens. Gewiss ist ein schöner Seiteneffekt der Vernetzung von Wissen mittels Wissenstransfer, dass der Einzelne seine Kompetenz erweitern kann. Neues Wissen jedoch ein ganz besonderes Charakteristikum, nämlich neuartig zu sein. An dieser Stelle wird das generative Moment der modernen Wissenswirtschaft deutlich. Wissen ist in diesem Erzeugungsprozess naturgemäß originär. Es liegt auf der Hand, dass die Einmaligkeit wiederum Vorteile sowie Vorsprung bringen kann.

Damit sich derartige Prozesse steuern lassen, muss das entsprechende Fundament gelegt sein. Für die modernen Wissenswirtschaft bedeutet dies, dass das unternehmerische Wissen, seien es Daten oder sei es das Wissen der Wissensträger, in Wissensobjekte zerlegt werden muss. Auf diese Objekte werden dann die entsprechenden Heuristiken angewendet. Erst sie sorgen dafür, dass aus den vorhandenen Wissensobjekten neue Wissensobjekte hervorgehen.

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Mehr aus Wissen machen

Die Informationsflut macht es unabdingbar, dass das Datenmanagement und das Mangen des humanen Wissenskapitals zusammenfinden. In den Unternehmen ist für derartige übergreifende Management-Ansätze meist wenig Raum. Zwar gibt es punktuelle Bemühungen oder sogar Teilprojekte zur Synergieförderung. Und dabei sind Wissensselektion und Informationsdiskriminierung notwendige Prozesse in der Wissensverarbeitung. Es ist offensichtlich, dass das richtige Wissen, die richtige Information zum rechten Zeitpunkt und in der aktuellen Bedarfssituation nicht nur Wettbewerbsvorteile bringt, sondern gleichermaßen Arbeitsprozesse optimiert.

Der betriebswirtschaftliche Nutzen ist in diesem Moment doppelt vorhanden. Daher mag es folgerichtig sein, wenn die Bemühungen verstärkt werden, das Managen von Daten und des spezifischen Wissens der Mitarbeiter stärker zu verknüpfen.

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Schule hat Zukunft, wenn’s gelingt!

Die Schulpflicht ist im Hinblick auf die derzeitigen maroden Strukturen eine Farce. Bildungspolitisch betrachtet muss jetzt einerseits in die Zukunft investiert und andererseits ausgemistet werden. Denn Schule soll nicht nur ein Hort der Bildung, sondern gleichfalls ein gesellschaftspolitischer Schmelztiegel sein. Alle Inklusionsdebatten sollten zu Gunsten des tatkräftigen Änderns gestoppt werden und die privaten Schulen sollten nicht länger Fördergelder absaugen dürfen, die den staatlichen Regelschulen fehlen.

Erst mit ausreichendem Lehrpersonal, mit sorgfältig ausgewählten und breit qualifizierten Lehrkräften, an Schulen, die vielfältigste Möglichkeiten bieten, und in einer Lernatmosphäre, die mit Freude am Lernen den Lerndruck verdrängt, können Kinder wieder unbesorgt in die Schule geschickt werden.
Es ist geradezu verwerflich, dass private Lehranstalten sich ihr Dasein größtenteils über staatliche Förderungen finanzieren lassen. Seien es die üblichen Zuschüsse oder sei es in Gestalt der subtilen Verkleidung der Lernförderung. Dem muss ein Ende bereitet werden, selbst wenn es in allen politischen Lagern Widerstände gibt. Denn gerade das Establishment schickt seine Kinder in die unzähligen Privatschulen, da es dort schönere Lernräume und bessere Lernmittel gibt – auf Staatskosten wohlgemerkt.

Weiteres unsägliches Thema ist die Inklusion. Diese Diskussion behindert einen fundamentalen Wandel. Denn es wird auf dem Rücken der Kinder ein politisches Schaulaufen veranstaltet. Inklusion ist, wenn man nicht darüber spricht. Dazu müssen gesellschaftspolitische Prozesse in Gang gesetzt werden, die den Leistungswahn aus den Kinderzimmern vertreiben und die Fairness sowie Empathie als wahre Werte zementieren. Stattdessen werden Modell- wie Pilotprojekte mit enormem Aufwand durchgepeitscht. Nehmt doch endlich zur Kenntnis, dass Schulen, Schüler und Lehrer zurzeit mit diesem Aktionismus überfordert sind. Sowohl ein gesellschaftspolitisches als auch ein finanzpolitisches Bekenntnis sind vonnöten, damit der Paradigmenwechsel vollzogen werden kann.

Kleine, heterogene Lerngruppen, selbstorganisiertes Lernen, eine ausreichende Zahl an professionellen Lernbegleitern, die es verstehen, die Kinder neugierig zu machen, und eine kindgerechte Schuldidaktik sind notwendige Eckpunkte. Damit gehört Fends Theorie der Schule endgültig ins Archiv. Nicht ernst meinen, Ernst machen.

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Von der Solidarität zum Wissenskollektiv

Ein Wissenskollektiv zu begründen, das hat wenig mit operativem Sozialismus zu tun. Die meisten Teams sind heutzutage mehr als eine zusammengewürfelte Gruppe, die To-Do-Listen abarbeiten. Daher wird man auch nicht müde, in den Unternehmen den Teamgeist zu beschwören. Angebote zur Teamentwicklung und außergewöhnliche Outdoor-Events sollen dann als flankierende Maßnahmen ihren Teil zum Teamerfolg beitragen. Doch Teamkultur ist ebenfalls Unternehmenskultur und deshalb gehört eine Atmosphäre der Solidarität, um die politische Nomenklatur weiter zu strapazieren, genauso ins Konzert der Erfolgsfaktoren. Solidarität entsteht dort, wo man sich untereinander hilft und wo man aufrichtige gemeinsame Ziele verfolgt.

Diese Art von gemeinschaftlicher Arbeit in den Unternehmen setzt selbstverständlich auf demokratische Entscheidungsprozesse. Doch darf dies nicht als unternehmerische Basisdemokratie missverstanden werden.  Wie so oft ist es der Mix aus Delegation und Mitbestimmung. In wissensintensiven Unternehmen geht es künftig nicht mehr ohne das Wissenskollektiv. Denn bei der heutigen Dynamik in vielen Entwicklungsprozessen reicht das Wissen des Einzelnen nicht mehr aus. Vielmehr muss aus der Verknüpfung von Mitarbeiterwissen neues Wissen entstehen.

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Führung und Emotion

Mit der Emotionalisierung von Führung ist alles andere gemeint als die Verordnung eines Schmusekurses. Emotion im Zusammenhang mit Führungskompetenz umfasst sowohl Empathie als auch Authentizität. Insbesondere die letztgenannte Qualität in einem Beziehungsgefüge zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern verdient besondere Beachtung. Trifft man im Alltag der Beziehungs- wie Kommunikationskultur doch allzu oft auf stereotype Sprachmuster und künstlich scheinende Rituale.

Es mutet fast erstaunlich an, mit welcher Borniertheit Personalverantwortliche diese vermeintliche Kunst des Umgangs praktizieren. Ist es ein tradierter Irrglaube in die Wirksamkeit des Verstellens? Verschafft gespielte Dominanz wirklich Autorität? Oder will man auf diese Weise nur Distanz schaffen, weil der Erhalt von Asymmetrie der Garant für Einsatzbereitschaft und Autorität sei?

Es steht außer Frage, dass zur Deutung derartiger Verhaltensweisen die pauschale Ursachenzuweisung nicht gereicht. Verhalten ist zunächst individuell und die Gründe dafür sind damit individualspezifisch. Daher wäre – soll das Wirkungsgefüge letztgültig offengelegt werden – eine tiefschürfende psychologische Analyse durchzuführen.

Mit Menschen, für Menschen – Führen ist trotz aller bisherigen Verwerfungen von Künstlichem eine Kunst, eine ars ducere. Dies soll bedeuten, dass nicht verstellt zu führen ist, sondern kunstvoll.

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Damit der Schwung nicht in den Formalien stecken bleibt

Am Anfang sind alle voller Tatendrang, wenn es darum geht, was Neues anzupacken. Doch dann droht auch schon Gefahr, wenn die Formalisierer die Zügel in die Hand nehmen. Projektpläne werden geschmiedet und nicht endende To-Do-Listen verteilt. Und bevor der erste Spatenstich getan ist, weiß keiner mehr so richtig, was man erreichen oder verändern will. Bleibt die Situation so, ist selbstverständlich auch schnell die Motivation der einzelnen Akteure dahin.
Im Sinne des Erhalts von Begeisterung und Engagement sollte an der Projektmethodik gefeilt werden. Mit Kick-and-Rush (siehe meinen Artikel in der Zeitschrift wissensmanagement) wird eine neue Methodik propagiert, mit der die Motivation in die Projektumsetzung gerettet wird. Kleine wie überschaubare Projektschritte und schnelle Erfolge sind dabei wirkende Grundprinzipien. Ein Projektkoordinator, der es versteht ein Problem, eine Herausforderung zu segmentieren, ist der Erfolgsgarant. Die Kartentechnik kann ihm helfen, sich in die Methodik einzuleben.

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Personalentwicklung beginnt nicht mit dem Qualifizierungsangebot

All die Prediger des lebenslangen Lernens klammern oft und gern den Aspekt aus, dass nicht wenige Mitarbeiter gar kein Interesse an Weiterbildung haben. Die Gründe dafür sind vielfältig und die Ursachenforschung kann nur ein Teil der Arbeit sein. An dieser Stelle sei klargestellt, dass Personal- und Kompetenzentwicklung eine unumstößliche Größe in der Unternehmensführung sowie der Organisationsentwicklung ist. Allerdings reicht es nicht, den Bauchladen mit Seminaren und Trainings zu öffnen. Die Personalentwicklung muss wesentlich früher greifen und weiter wirken. Lernbereitschaft ist das Zauberwort. Sie lässt sich nicht verordnen, sie muss vielmehr systematisch und strukturiert gefördert werden, bevor die bedarfsadäquaten Qualifizierungen offeriert werden. Und noch etwas muss mehr in den Fokus gerückt werden, nämlich die informelle Seite von Lernen. Diese kann im ersten Schritt allein schon dadurch gestärkt werden, dass Gelegenheiten zum Wissenstransfer, zum Erfahrungsaustausch geschaffen werden.

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Steht auf, wenn Ihr Bildung wollt

Das Schulsystem im Taumeln, der Fachkräftemangel auf dem Vormarsch, die Perspektiven gegen Null. Welche Signale brauchen Gesellschaft und Politik noch, damit Bildung endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die ihr gebührt. Es geht dabei nicht um Aktionismus, um Versprechen und Sonntagsreden, vielmehr müssen alle an einen Tisch und konstruktive Lösungen konsequent umgesetzt werden. Aber solange kleine Kreise mit guten Beziehungen ihre Vorteile auf dem Rücken der Allgemeinheit rausziehen, solange bleibt die Ungerechtigkeit im Bildungssystem Programm.

Doch es gibt Lichtpunkte im Kampf gegen die Bildungsungerechtigkeit. Die nachwachsenden Generationen begehren nachvollziehbarer Weise auf. Die Gewerkschaften und allen voran die IG Metall mit ihrer Jugendarbeit setzen Zeichen: www.revolutionbildung.de.

Doch es darf nicht allein auf den Schultern der Gewerkschaften der Kampf um die Bildungsgerechtigkeit ausgefochten werden. Schließlich ist Bildung Sache aller. Alle, die jetzt in Defätismus verfallen, gehören in den Hintern getreten, denn unsere Zukunft hängt von der Leistungskraft unserer Kinder  ab – aber nicht allein von deren Leistungsbewusstsein, sondern auch von deren Zufriedenheit und Glück, das sie nur in der Gemeinschaft finden können.

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Der Bildungs-UN-gerechtigkeit ein Ende

Bildungsgerechtigkeit verkümmert in Deutschland, das System degeneriert geradezu zu einem Förderapparat für Besserverdienende. Damit an dieser Stelle nicht der Eindruck entsteht, der Klassenkampf soll mit aller Kraft wiederbelebt werden, im Kern geht es um das Herabwirtschaften des staatlichen Schul- wie Bildungssystems und der unangemessenen Förderung von Privatschulen.

Während staatliche Schulen um jeden Cent ringen, und das nicht zur Verschönerung und zur Erweiterung der Lernangebote, sondern nur zum Überleben, tischen die Privaten groß auf. Die Bilder von heruntergekommmenen Lernanstalten sind allen im Kopf, der propagierte Sparzwang im Zusammenhang mit der Förderung von Kindern als gesellschaftlichen Zukunftskapital klingt schon abstrus und die lautlose Verteilung von Steuergeldern an private Lehrinstitute scheint skandalös.

Einen ganz bitteren Beigeschmack erhält das Ganze, wenn man sich Einblick in dieses System verschafft und feststellt, dass es scheinbar kein funktionierendes oder zumindest durchgängiges Kontrollsystem gibt. Wer überprüft die Qualität, wer stellt denn sicher, dass den Kindern nichts passiert, und das nicht erst wenn es zu spät ist. Wer hinterfragt, was mit dem Geld geschieht? Wer traut sich zu sagen, dass die Privaten auf Staatskosten in Saus und Braus leben, während die staatlichen Schulen die Armenanstalten des Staates sind?

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Eine Initiative für den Gesellschaftswandel: Der Schulpflicht ein Ende

Für Menschen, die es ernst damit meinen, dass alles was sie tun, nur für die Kinder ist, müssen ihr Tun auf den Prüfstand stellen. Viel zu lange schon bestimmen Leistung und kinderfeindliche Lernumgebungen das Heranwachsen von Kindern. Dabei geht es nicht nur um das Zukunftskapital, sondern auch um einen besseren Weg.

Der Schulpflicht ein Ende ist kein Programm, das Motto ist Maxime und kategorischer Imperativ zugleich. Wir wollen, dass Kinder glücklich sind, auch ohne Schule oder zumindest mit der freien Wahl. Der Leistungsgedanke macht viele Kinder auf Dauer krank und letzten Endes asozial. Und all dies liegt nicht in deren Natur, sondern an der Wunschwelt der Eltern.

Vielen ist der Ansatz wahrscheinlich zu radikal, und vielleicht liegt die Lösung in Kompromissen sowie Zwischenlösungen. Denn eines muss klar herausgestellt werden: Hier ist nicht die Rede von Verzicht auf Bildung oder von der Abschaffung des Lernens. Es wird jedoch Zeit andere Wege zu gehen. Die Bildungsgerechtigkeit und der gesellschaftliche Wandel fordern ihren Tribut und vor allem Unterstützung.

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